synästhetische nächte

von unten ein rauschen
das der blätter, nicht hier
klirrend, eingefroren
knisternd, aufgetaut
nun

ein riss im blickfeld
niemand kommt durch
daher ebenso wenig
licht geht an

leuchten geht um
durch ohren
durch mägen
kurz nur wird der schein
genommen

kommt helligkeit nun
- so hast du sie noch nicht gesehen, nein, fühlen kann ich sie bloß, fast schmecken, du auch!-
durch blut, durch fasern
teile unserer selbst

vergangenheit präsent
in zukunft kein böses
kein schatten des lichts
keine frage ohne antwort
kein leben ohne dich

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