nachtwächter

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durch einen zug pflanzt er den rauch der fanfaren tief in seine brust 
und posaunt ihn hinaus, die nächste gelegenheit schon da. 

er weint und weint, der einzig laute laut ein schluchzender schluchzer, 
schallend im chor mit dem prusten (falsch, nein: pusten!)
sein freund ein weißes tuch - dünnwandig, zerreißbar, friedvoll sehr. 

dann wart die nacht zum tag erklommen und er reibt sich seinen letzten rotz von den wangen. 
denn er wurd müd 
vom vielen graben. 
kein auge zu vom stolpern zugleich,
über die tiefen furchen, in denen er seinen tränen ein zuhause schafft - 
wie ein matrose, kein seemann, 

Ein Schleusenwart der Nacht.