der stumme könig

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mein herr, ein heer
es steht ihnen zu füßen
kniet, ihrem königreich beugend
fassungslos, ihrer ansprache lauschend
und sie schweigen

ihre zunge verdrehte sich im schlaf 
und sie nun stumm
kaum einen hauch
ihre lippen bedeckt, von einem flaum, 
wie er sonst nur den kopf eines säuglings verziert 

dreiviertel, dreiviertel, 
ein takt der liebe,
den ihr herz verzehrt, dort bleiben sie hungrig
die neugier verschlingt sie
und sie bleiben stumm

ein schuss.
es fällt die nachtigall 
stand still ihr käfig weit offen, 
der schutz bot und schwieg

heute nacht erblinden die scharen an müdem gesang